Miteinander sprechen – am Runden Tisch

Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung untersucht Konflikte um den Wald der Zukunft und Wege für einen konstruktiven Dialog. Wir bringen Menschen mit ganz verschiedenen Interessen an Runden Tischen zusammen, um die Debatte um die Zukunft der Wälder weiterzubringen. Welche Art des Dialogs und der Vermittlung bringt die Parteien näher zueinander? Das erforschen wir aus wissenschaftlicher Perspektive.

Vernetzung der sozial- und kulturwissenschaftlichen Waldforschung

Im Dezember 2023 kamen in Jena mehr als 40 Wissenschaftler*innen, die das Themengebiet Wald aus soziologischer sowie sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive untersuchen, im Rahmen des ersten Soziologischen Waldsymposiums zusammen. Die Veranstaltung bildete den Auftakt für das aktuell entstehende „Netzwerk Soziologische Waldforschung“. Anna Brietzke, Wissenschaftlerin am ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt am Main, präsentierte auf dem Symposium ihr Promotionsvorhaben.

ISOE startet Runde Tische zu Waldkonflikten

Der Klimawandel macht den Umbau unserer Wälder notwendig. Wie genau dieser Umbau aussehen soll, ist häufig jedoch umstritten. Dabei geht es beispielsweise um die Art der Wiederbewaldung, der Jagd, der Holzernte oder der Waldbrandprävention. Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung startet jetzt Runde Tische zu aktuellen Konflikten um den Wald der Zukunft. Die Ergebnisse sollen helfen, künftig in ähnlichen Fällen schneller zu besseren Lösungen zwischen unterschiedlichen Interessengruppen zu kommen.

Interesse an Konfliktbearbeitungsformaten

Rege Diskussionen um den Wald der Zukunft gab es im September 2023 auf dem Bundeskongress Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse (BUKO) in Berlin. Dr. Deike Lüdtke nutzte dort die Gelegenheit, um mit Vertreter*innen von Privatwaldbesitzenden über Waldkonflikte zu diskutieren. Die Forscherin stieß auf große Dialogbereitschaft.

Wir fördern den konstruktiven Dialog

Die Ökologin Dr. Deike Lüdtke und die Sozial- und Kulturanthropologin Anna Brietzke bringen in einem Team aus Sozial- und Naturwissenschaftler*innen sowie weiteren Expert*innen Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen zusammen, um die Debatte um den Wald der Zukunft weiterzubringen. Warum das wichtig ist, erklären sie im Interview.

Vernetzungstreffen der Forschungsprojekte

Im Rahmen eines Vernetzungstreffens haben sich Ende Mai neun von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe geförderte Forschungsprojekte aus Sachsen, Hessen und Baden-Württemberg an der Hochschule für Forstwirtschaft getroffen und zu möglichen Anknüpfungspunkten ausgetauscht.

Waldnaturschutz und
-bewirtschaftung

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe startet die fachliche Betreuung neuer Projekte zur Kommunikation rund um Waldnaturschutz und nachhaltige Waldbewirtschaftung. Es geht darum, Konflikte zu entschärfen und die Bürgerbeteiligung zu stärken.

Interessenkonflikte um den Wald der Zukunft

Mit dem „Tag des Waldes“ lenken die Vereinten Nationen den Blick auf den Wert von Wäldern und auf den weltweiten Verlust dieses Lebensraums. Doch die Frage nach der „richtigen“ Gestaltung der Wälder produziert Konflikte. Wie kommen unterschiedliche Interessengruppen gemeinsam zu Lösungen für den Wald der Zukunft?